Einsicht zur Sucht

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Einsicht zur Sucht

Tja, wo soll ich anfangen? Ja, ich gebe zu ich war süchtig und bin immer noch gefährdet. Nach relativ vielem muss ich zugeben. Ich war süchtig nach Marihuana bzw. Haschisch, Amphetaminen und Ecstasy. Aber auch nach Pornos, Alkohol und eigentlich sogar nach harmlosen Dingen wie Cola oder Kaffee. Aber ich habe diesen Süchten abgeschworen, obwohl es mich immer noch ab und zu “pfupfert” diese Dinge zu konsumieren. In diesem Beitrag will ich darauf eingehen wie sich solch eine Sucht entwickeln kann und wie ich da raus kam. Alleine hätte ich es nicht geschafft, aber Gott ist auf meiner Seite und Er gab mir die Einsicht warum ich aufhören sollte.

Aufmerksam darauf und zur Abkehr von den Dingen, welche mein Leben beherrschten, brachten mich mehrere Artikel von der Website “Keine Tricks – nur Jesus“. Dort wird hinterfragt, ob es für einen Christen verboten ist sich Aktbilder anzuschauen. Der Text auf jener Website hat mir allerdings eine tiefere Einsicht gewährt. Und das gerade zu einem Zeitpunkt wo ich unter Drogen stand.

Eine Sucht fängt immer ganz “harmlos” an, wie man meinen sollte. Aber genau das will einem der Teufel einreden: Einmal probieren, ich kann ja damit jederzeit aufhören und werde mich gleich nach einem Mal süchtig. Die Sache ist nur die, dass es einem dann gefallen könnte und so überlegt man sich es ein zweites Mal das Suchtmittel zu konsumieren. Vielleicht nicht gleich am darauf folgenden Tag, aber wenn man Gefallen daran gefunden hat, dann mit Sicherheit irgendwann. Und dann immer öfter, da man den Zustand oder das Ergebnis zu lieben beginnt. Sei es bekifft oder betrunken zu sein oder aber auch sexuelle Befriedigung, die dann aber nichts mehr mit Liebe sondern mit reiner Triebbefriedigung zu tun hat. Am Anfang denkt man nicht daran, dass das Suchtmittel einen beherrschen könnte, aber genau dorthin führt es. Und zwar dreht sich dann irgendwann das Leben nur noch darum seine Sucht zu befriedigen, weil man den Zustand schätzt und nicht aufgeben will. Ja, und mit der Zeit gewöhnt man sich an den Zustand und will den immer öfter, bis man sich nur noch darauf konzentriert diese Sucht (zu der es sich mittlerweile entwickelt hat) zu befriedigen. Da fängt man an alles andere und Warnungen in den Hintergrund zu stellen und zu ignorieren. Man kann dann auch nicht mehr klar denken. Es geht soweit, dass man Geld welches für lebenswichtigere Dinge da war bzw. ist für diese Sucht ausgibt. Ich rede hier jetzt von einer Drogen- bzw. Alkohol-Sucht. Der Körper stellt sich darauf ein, denn der man meint dann, man bräuchte diesen Suchtstoff um normal zu funktionieren, so zum Beispiel bei Amphetaminen oder THC. Ohne das Mittel fehlt dann einfach etwas um “normal” zu leben. Bei Heroin und Tabak ist das besonders schlimm, denn bei diesen Dingen ist es dann nicht nur eine Kopfsache, sondern der Körper stellt sich darauf ein. Und die Dosen und die Häufigkeit des Konsums steigern sich immer weiter bis es im extremsten Fall zum Tode führen kann.

Bei der Porno- und Sexsucht ist das Prinzip das gleiche. Man will seine Sucht nach sexueller Befriedigung stillen. Zuerst schaut man sich Nacktbilder und Bilder bzw. Videos von sexuellen Praktiken an und masturbiert dazu nach einiger Zeit in den meisten Fällen wenn man keinen Partner hat. Man reizt seinen Trieb anhand der Bilder und Videos und geilt sich an diesen “Mitteln” auf. Der nächste Schritt ist dann, dass man das was man sieht auch erleben will, dabei wird einem ein Trugbild der Realität durch die Bilder vorgegaukelt wie es sein könnte. Allerdings kommt die von Gott gegebene Liebe dabei zu kurz, denn die Liebe ist ganzheitlich und nicht nur auf den äußeren Körper beschränkt. Man pervertiert die Liebe und bekommt einen falschen Eindruck davon was Liebe wirklich ist. Denn Liebe ist unter einem anderen Aspekt nicht egoistisch, wie es aber bei der Befriedigung des Triebs der Fall ist. Man will nur sein eigenes Bedürfnis stillen und denkt nicht an das Bedürfnis eines Partners. Tja, und dann bekommt man ein falsches Bild von Liebe und dem anderen Geschlecht. Die heutige Medienwelt verstärkt diesen Eindruck noch. Man sieht keinen Menschen mehr, sondern nur ein Objekt, welches dazu da ist seine Sucht zu befriedigen. Und dann geht man entweder zu Prostituierten um das Gesehene zu leben, oder man begeht eventuell sexuelle Nötigung oder gar Vergewaltigung, was ganz und gar nach Gottes Willen ist. Auch lässt man sich auf zwielichtige Angebote ein, die unter Umständen Geld kosten. Man wird vom Teufel dermaßen verdreht bis es zum Äußersten kommen kann, und auch hier ignoriert man Warnungen früher oder später, das Leben dreht sich nur noch um die Befriedigung der Sucht. Genauso wie bei der Drogensucht.

Es fängt immer ganz harmlos an, durch eine einmalige Versuchung, und meistens aus der Sehnsucht nach Liebe bzw. nach Gott, aber nur Gott kann diese Sehnsucht stillen und den Schleier der Sucht liften.

Jedoch findet man in Jesus Christus einen Ausweg aus dieser misslichen Lage, wenn man anfängt ihm zu vertrauen und ihn als Retter annimmt. Er reißt die Ketten der Gebundenheit an diese Sünden entzwei und eröffnet einem einen neuen Weg, einen Weg des Vertrauens, der Annahme, der Abkehr von diesen Sünden und der Liebe. Es heißt in der Bibel, dass der menschliche Körper der Tempel Gottes ist und damit heilig. Warum dann diesen Tempel entweihen und vernachlässigen, bzw. schänden? Lieber sollte man auf seinen Körper achten und diesen pflegen, damit Gott dadurch geehrt wird. Der Heilige Geist hat dann auch zu mir gesprochen und meinte etwas von wegen, ob ich denn zulassen will dass ich mich beherrschen lasse und ob ich denn nicht aufwachen will, um mein Leben zum Guten zu ändern und Gott mit meinem Leben und meinem Körper ehren will. Alleine schafft man es kaum sich aus diesen Teufelskreisen zu befreien, deswegen braucht man Jesus Christus und die göttliche Unterstützung um sich von diesen diabolischen Gewohnheiten abzuwenden. Lange habe ich diesen Versuchungen nachgegeben obwohl ich beschlossen hatte etwas daran zu ändern. Aus eigener Kraft habe ich es jedoch nicht geschafft, sondern allein Gott hat dies veranlasst. Ich gebe zu, ich bin noch gefährdet und rauche noch Zigaretten und nehme ab und zu Amphetamine zu mir, aber ich bin mir sicher dass Gott mir helfen wird auch diese Sucht hinter mir zu lassen um sicher zu stehen.

Danke Herr, dass du mich auf diese Aspekte meines bisherigen Lebens aufmerksam gemacht hast, und ich hoffe dass dieser Artikel jenen hilfreich ist, die noch in der Finsternis wandeln, und Du diesen Menschen bitte helfen mögst befreit von Gebundenheiten zu leben.

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