Geschichte zum Psalm 23 – Teil 1

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Zum Psalm 23

Vor einigen Jahren lernte ich eine Frau kennen, die mir mittlerweile eine sehr gute Freundin geworden ist. Wir hatten zusammen Höhen und Tiefen erlebt. Diese Frau hat mich zum ersten Mal auf Psalm 23 aufmerksam gemacht, denn sie kannte den Text fast auswendig – im kompletten Gegensatz zu mir. Zuerst wurde ich beim Aufsagen des ersten Verses aufmerksam:

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. (Ps 23,1 SCH2000)

Diese Freundin und ich haben ein paar Jahre zusammen verbracht, lebten uns dann aber aufgrund eines sündhaften Verhaltens meinerseits auseinander. Diese Bibelstelle wurde aber zu meinem ständigen Begleiter. Das erste Mal als ich dies richtig merkte war ich im Krankenhaus und ich lernte eine Frau kennen in die ich mich verliebte. Diese besaß fast gar nichts, sie hatte keine Arbeit, bekam weder Arbeitslosengeld noch Sozialhilfe noch Rente, und ihr Konto war gepfändet worden. Sie hatte also kein Geld und sie meinte zu mir, ob ich ihr weiterhelfen könnte. Sie würde am darauffolgenden Wochenende zu einer Freundin fahren und Geld holen, aber sie brauchte zuerst Geld für ein Bahnticket. Dieses Geld lieh ich ihr und ich bekam das Geld auch wieder zurück. Als sie aber aus der Klinik entlassen worden und ich immer noch drin war, fragte sie mich nochmals nach Geld. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch 30 oder 40 Euro. Ich überlegte was ich tun sollte, denn ich liebte diese Frau sehr und als ihr Partner, so dachte ich, wäre es meine Aufgabe für sie zu sorgen. Und dann habe ich mir gedacht, dass ich auf Gott vertrauen will, dachte an den Psalm 23, und gab ihr mein restliches Geld. Ich hatte noch genügend Tabak, und Essen bekam ich vom Krankenhaus, also gab ich ihr das restliche Geld. Als ich dann auf meinem Bett lag spürte ich, wie Gott etwas auf mein Herz legte (es war wie eine Energie) und es öffnete mir mein Herz und mir wurde ganz warm und wohlig an dieser Stelle (eigentlich direkt beim Brustbein, bzw. den Bronchien). Trotz (oder wegen?) der widrigen Umstände war Gott bei mir und er brachte mich durch diese kurze geldlose Zeit.

Die nächsten paar Monate kam meine Partnerin immer wieder mal wegen Geld und da ich mich für sie verantwortlich fühlte und es ihr gut gehen sollte, gab ich ihr pro Monat so zwischen 100 und 140 Euro. Nun ja, eigentlich bettelte sie mich an. Ich lebte damals (2015/2016) in einer kleinen Privat-WG mit zwei Studenten zusammen, und hatte nur meine Rente zur Verfügung von welcher auch meine Miete und Telefonie- und Internetkosten abgingen. Viel hatte ich nicht zum leben und ich war und bin noch starker Raucher. Ich unterstützte diese Frau mit Geld, Tabak, Nahrungsmittel, half ihr bei ihren Bewerbungen und leistete ihr seelischen Beistand, denn sie war in tiefe Depressionen verfallen da sie nicht wusste wie ihr Leben weitergehen solle. So war sie mehrfach in der Psychiatrie weil sie nicht weiter wusste und auch suizidale Gedanken hatte. Ich besuchte sie regelmäßig und gab ihr Tabak und geringe Mengen an Geld, damit sie etwas für die Klinik hatte. Ich hingegen leistete mir fast gar nichts und lebte auf Sparflamme. Als ich dann schließlich wenig Geld zum Ende des Monats hatte, lieh ich mir bei den Studenten und bei meinen Freunden Geld, damit ich über die Runden kam. Dieses Geld bezahlte ich natürlich am Anfang des nächsten Monats zurück. Ich bin heilfroh, dass Gott mir diese lieben Menschen zur Seite stellte. Auch ein sehr guter Freund und vorbildlicher Christ half mir und überwies mir sogar größere Summen, welche er aber nicht zurückhaben wollte. Ich habe immer darauf vertraut, dass sich alles schon irgendwie regeln würde. Erst sehr viel später erkannte ich dabei Gottes Hilfe und auch seinen Willen, denn meine Freundin meinte dann, dass ich ein Überlebenskünstler wäre und von Gott käme, denn ich ließ sie NIE im Stich, weder mit Tabak, noch mit Geld oder Lebensmitteln. Allerdings musste ich dann Anfangs 2016 selbst wieder in die Klinik, denn ich bekam Panik als jeweils am Ende des Monats (Januar bis Mai 2016) kein Geld mehr für mich vorhanden war, da ich alles meiner Freundin gab. Ich wusste weder Ein noch Aus, und Gott nutzte diese Umstände so dass ich Selbstmordgedanken hatte und daraufhin in die Klinik fuhr bevor ich mir eventuell etwas antun würde. Ich musste bei der dortigen Aufnahme nicht einmal lügen damit ich dort wieder unterkomme, und sei es nur für jeweils eine Woche Krisenintervention damit ich über den Berg kam. Dies passierte mehrere Monate hintereinander.

Gott brachte mich durch die schweren Zeiten. Ich selbst bin allerdings zu feige einen Selbstmord zu begehen. Dass Gott aber meine Krankheit und meine Panik nutzte, damit ich freiwillig in die Klinik ging, das verstand ich erst viel später. Auch hier hat sich der Psalm 23 bewahrheitet, obwohl ich gar keine Hilfe von Gott erbeten hatte. Er hat sich trotzdem um mich gekümmert und mir, auch wenn ich unwissend war, geholfen. Er war mir gegenüber treu, denn er versprach mir schon vor ein paar Jahren, dass er immer bei mir sein, und mich nicht verlassen würde. Und dieses Versprechen von ihm kam damals nicht aus der heiligen Schrift, sondern Er sprach durch eine sanfte, säuselnde Stimme, welche ich in und auf meinem Körper spürte. Auf Gott ist eben Verlass. Hier geht es zum 2. Teil der Geschichte.

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