Kraft durch Gottes Wort

VON IN Die Geschichte 2 COMMENTS

Vorgeschichte zum Beitrag
“Kraft durch Gottes Wort”

Ich habe hier lange nichts mehr geschrieben, aber nun habe ich wieder mehr Zeit und lasse die verstrichene Zeit einmal Revue passieren. Anfangen will ich mit einer Veränderung was meine Arbeit angeht. Ich habe vor einiger Zeit die Chance bekommen bei einem christlichen Projekt gegen Bezahlung mitzuwirken. Da ich Renter bin und psychisch angeschlagen bin und noch in dem Wohnheim lebte, einigten wir uns auf ein geringes Endgeld und wenige Stunden Arbeit. Jedoch hatte ich von Anfang an ein mulmiges Gefühl und sehr bald überforderte mich der Stress, den ich mit der Arbeit hatte. Es war einfach zu viel für mich, was ich mich auflud und so arbeitete ich mehrere Tage am Stück, teilweise die Nächte durch und war danach immer entsprechend abgekämpft und müde die darauf folgenden Tage. Und wenn es um die Bezahlung ging war auch oft Uneinigkeit vorhanden.

Dann zog ich um, aus dem Wohnheim in eine eigene privat vermietete 2-Zimmer-Wohnung, in der ich mich mittlerweile heimisch fühle. Zwar fehlt hier und da noch etwas, aber das wird schon kommen. Jedoch meinte mein Psychiater, dass es besser wäre wenn ich eine erhöhte Dosis an Medikamenten nehmen würde wegen dem Umzugs-Stress und der Eingewöhnung an das neue Umfeld. Nur konnte ich unter der Einnahme der neuen Dosierung nicht richtig arbeiten und war zusätzlich noch mehr müde tagsüber, so dass ich ab und zu schon um 19 Uhr im Bett lag und bis zum nächsten Tag um 10 oder 11 Uhr durch schlief. Alles fiel mir schwer und dann kamen Anrufe meines Auftraggebers rein, warum ich nicht weiter machen würde an dem Projekt, bzw. warum das Alles so schleppend voran geht. Ich hatte den Drang ihn zu beschwichtigen und machte Versprechungen, konnte diese aber dann nicht einhalten da ich körperlich am Ende war, wollte mir das aber nicht eingestehen trotz dass ich soviel im Bett lag. Außerdem hatte ich die Angewohnheit am Telefon, quasi egal um was es geht, klein beizugeben und nicht auf mein Recht zu bestehen. Ich ließ mich leicht zu etwas überreden, egal ob es mir gut tat oder nicht, Hauptsache der Teilnehmer auf der anderen Seite wurde zufrieden gestellt. Es wurde jedoch immer mehr und mehr … es erschien mir wie ein riesengroßer Berg (nicht nur die Arbeit, sondern auch die Wohnung in Schuss zu halten, Wohnheim-Termine, Hausbesuche meiner Bezugsperson, Arzt-Termine und ein paar kleinere Sachen mehr) den ich nicht bewältigen konnte. Und da ich auch Nachts und am Wochenende unter Beschlag genommen wurde, konnte ich weder richtig durchschlafen, noch gescheite Ruhephasen einlegen. Mein Kopf schwirrte von einem Problem zum Nächsten und wieder zurück. Also musste ich mich entscheiden, wie ich weiter machen sollte. Ich beschrieb meinem Auftraggeber meine Lage, jedoch wurde diese aber nicht verstanden, stattdessen bekam ich mitten in der Nacht WhatsApp-Nachrichten, und bei den Benachrichtigungstönen davon schreckte ich öfters mal aus dem Schlaf auf. Außerdem sollte ich mich nicht nur um das Projekt kümmern, sondern mich auch in meiner Freizeit fortbilden, so dass ich Gefahr lief NUR noch vor dem Rechner zu sitzen und alles weitere links liegen zu lassen; seien es andere Kontakte, sei es frische Luft, sei es auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. So ging das nicht weiter, aber ich hatte nicht genügend Mut um meinen Standpunkt am Telefon zu vertreten und meine privaten Bedürfnisse zu stillen.

Der Wendepunkt

Dann eines Nachmittags telefonierte ich und wollte etwas bei ihm erfragen und daraufhin entbrannte bei ihm die Wut während des Gesprächs und meinte, dass er dies schon 5 Mal gesagt / geschrieben hätte und wie oft er das noch wiederholen solle. Ich hatte ihm 2 Tage vorher nochmals eine Email zukommen lassen mit der Bitte Nachsicht wegen meiner psychischen Lage walten zu lassen. Jedoch ohne Erfolg. Als er dann anrief war zudem noch meine Freundin da; sie wollte im Nebenzimmer schlafen, hat aber mitbekommen wie er mich lautstark angeschrien hat. Ich war daraufhin perplex, denn ich wusste nicht wie ich damit umgehen soll. Ich habe versucht so viel wie möglich in kürzester Zeit zu erledigen und wurde angeschnauzt, weil ich etwas nicht verstand. Das Ende vom Lied war, dass ich eine halbe Stunde später komplett neben mir stand und mich sogar aggressiv gegenüber meiner Freundin verhielt, also in einem NICHT GEWOLLTEN aggressiven Tonfall mit ihr sprach (antun würde ich ihr nie etwas, und Aggressivität kann ich nicht ab, deswegen tat es mir sehr weh als sie mir dies dann mitteilte). Sie verließ kurz darauf weinend die Wohnung.

Vor wenigen Tagen habe ich dann eine Entscheidung getroffen: Dass ich eine solche Behandlung nicht verdient habe (das meinte auch meine Freundin und meine Bekannten) und dass ich lieber auf das Geld und die Vorteile dieser “geschäftlichen Beziehung” verzichte und mir stattdessen den ganzen Stress, den ich hatte, hinter mir lasse und nicht zurückschaue. An diesem Tag las ich den täglichen Bibelvers von YouVersion, jedoch ohne mir zu diesem Zeitpunkt etwas hinein zu interpretieren:

er bewahrt die Pfade des Rechts, und er behütet den Weg seiner Getreuen. (Sprüche 2,8)

Am nächsten Tag, nach einer Nacht erholsamen und guten Schlafs (ich hatte das Telefon auf lautlos gestellt, und dennoch bekam wieder um 5 Uhr morgens Nachrichten zugestellt), las ich dann in den Emails folgendes Bibelzitat:

Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! (Josua 1,9)

Dies hat mir dann Mut gemacht nicht wieder klein beizugeben, sondern furchtlos meinem Auftraggeber zu schreiben, dass ich nicht mehr an seinem Projekt weiterarbeiten werde. Ich war zwar versucht wieder kleinlaut zurück zu kriechen, aber dieses Wort von Gott machte mich stark um es durchzuziehen. Ich deinstallierte die Software, die er mir großzügiger Weise zur Verfügung gestellt hatte, machte noch einmal Backups von seinen Dateien und schickte ihm einen Link, damit er die Sachen runterladen konnte. Er versuchte zwar einzulenken, aber wenn Gott sagt ich soll stark, mutig und unerschrocken sein, und dass ER bei mir ist, dann will ich das auch sein. Dann fiel mir noch das Wort vom Vortag auf (das hier eben als erstes zitierte) und ja, ich möchte dem Herrn treu sein und auf Wegen des Rechts wandeln und nicht auf krummen Wegen. Ich möchte aufrichtig mein Leben mit Gott genießen und ER hilft mir dabei und bewahrt mich davor auf krumme Wege zu geraten. Ich habe meine Lektion diesbezüglich gelernt und es tut mir leid, dass ich früher eben eher krumme Wege betrat. Schließlich gab ER mir die Kraft das bis zum Ende durchzustehen und dabei vertraute ich auf das zweite eben zitierte Wort. Nun fühle ich, wie eine große Belastung von meinen Schultern genommen wurde und ich werde noch mehr auf Gott vertrauen. Auch aufgrund jener Arbeit habe ich meine Beziehung zu Gott vernachlässigt und mich nicht mehr auf das konzentriert, was ich eigentlich erreichen will, und das ist unter Anderem auch mich um diesen Blog zu kümmern und euch von Erfahrungen mit Gott zu berichten und euch zu ermutigen. Mir war die Sicht genommen und ich bete, dass ich wieder diese Sicht bekomme, wie Gott in meinem Leben wirkt und was mir durch IHN alles passiert.

Danksagung

Danke Herr, dass du mir die Kraft durch dein Wort gegeben hast, diesen wichtigen Schritt zu gehen und daran festzuhalten. Danke, dass Du bei mir bist und mich begleitest und unterstützt. Es tut mir leid, dass ich nicht auf rechten Wegen wandelte. Bitte gehe mit mir den rechten Weg und zeige mir auf sobald ich den Weg verlassen sollte damit ich mit deiner Hilfe wieder zurückgeführt werde bzw. davon abgehalten werde den rechten Weg zu verlassen. Ich danke Dir lieber Gott. Amen.

2 Comments

  1. Michael Michael |

    … und nachdem ich dies geschrieben hatte, kam auch gleich noch ein Wort bei mir reingeflattert und zwar die Losung von Heute:

    Losung und Lehrtext für Donnerstag, den 22. Februar 2018
    Sollte Gott etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
    4.Mose 23,19

    Jesus sprach zu Petrus: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
    Matthäus 14,31

    Gott sagte mir, ich solle unerschrocken sein und dass Er bei mir sein wird, und heute sagt Er, dass Er zu seinem Wort steht, dass Er mich nicht verlässt, sondern immer bei mir sein wird! Ja, ER wird zu seinem Wort stehen und es einhalten! Und dann halt noch die Zurechtweisung Jesu, weil ich auch noch manches Mal zweifle…

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  2. Michael Michael |

    Update:
    Mein Auftraggeber hat sich mittlerweile entschuldigt und zwar aufrichtig, also vergebe ich ihm die Behandlung. Jedoch werde ich nicht weiter für diesen arbeiten. Ich glaube Gott wird mir andere Chancen auftun und mich weiterhin begleiten. Gott segne meinen Auftraggeber und ja, wir stehen als Freunde und Geschwister weiterhin in Kontakt.
    Danke Herr, dass du bei uns bist. Amen.

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